Die Natur genießen trotz Allergien

Von anona 2 Monaten

Die Sonne scheint, es ist warm, die Natur blüht – Doch der Spaziergang im Park wird trotzdem zur Tortur. Denn eine Allergie kann für Betroffene den Spaß an Outdoor-Aktivitäten in der warmen Jahreszeit nehmen. Mit verschiedenen Tipps und Tricks können Allergiker ihren Körper jedoch auf die Pollenzeit vorbereiten.

Was genau ist eine Allergie?

Bei einer Allergie reagiert der Körper abwehrend auf körperfremde Stoffe, die eigentlich harmlos für ihn sind. Treten beispielsweise Pflanzenpollen durch die Schleimhäute ein, wird unser Immunsystem aktiviert: Es zeigt eine entsprechende Abwehrreaktion. Diese kann je nach Ausprägung der Allergie verschieden stark ausfallen. Zu typischen Reaktionen zählen Schnupfen, Husten und Niesen, Atemprobleme, tränende Augen und Juckreiz. Allergien entwickeln sich meist schon im Kindesalter und können ein Leben lang bleiben. Um als betroffene Person im Alltag nicht zu sehr eingeschränkt zu sein, gibt es verschiedene Tricks, die die Symptome lindern können.

1. Pollenflugvorhersage beachten

Um zu wissen, wie hoch die aktuelle Pollenbelastung in der Luft ist, kann eine Pollenflugvorhersage Auskunft geben. Die zahlreichen kostenfreien Websites und Apps zeigen anhand einer Ampel oder einer Skala, wie viele Pollen in Ihrer Region aktuell unterwegs sind. Danach sollten Sie Ihre Freizeitaktivitäten planen – Reagiert Ihr Körper stark auf entsprechende Pollen, sollten Sie an Tagen hoher Pollenlast auf sportliche Aktivitäten im Freien verzichten.

2. Die Schleimhäute schützen

Sind Sie an Tagen mit hoher Pollenlast im Freien unterwegs, sollten Sie eine Sonnenbrille dabeihaben. Diese schützt die Augen vor grellem Sonnenlicht und kann den Kontakt mit den Allergenen reduzieren. Auch eine medizinische Maske über Mund und Nase hält einen Großteil der Pollen von Ihren Schleimhäuten fern.

3. Pollenbelastung in der Wohnung reduzieren

All die Vorkehrungen für den Aufenthalt in der Natur bringen nichts, wenn sich die Pollen schon in großer Zahl in Ihrer Wohnung befinden. Lüften Sie daher zu Zeiten geringerer Pollenlast: Auf dem Land eher abends, in der Stadt eher morgens. Bei starkem Wind sollten Sie versuchen, die Fenster geschlossen zu halten. Wenn es regnet, können Sie ohne Bedenken lüften. Wechseln Sie Ihre Bettwäsche und Handtücher regelmäßig, da sich in den Stoffen vermehrt Pollen ansammeln, und trocknen sie die Wäsche nicht draußen. Getragene Kleidung sollte sich nicht im Schlafzimmer befinden. Auch in den Haaren fühlen sich die Pollen wohl: Waschen Sie sie am besten vor dem Schlafengehen.

4. Balkon und Garten

Damit der eigene Balkon und Garten weiterhin Orte der Erholung bleiben, sollten Sie ausschließlich Pflanzen wachsen lassen, gegen die Sie nicht allergisch sind. Bei einer Gräserpollenallergie sollten Sie den Rasen kurzhalten, damit er nicht zu blühen beginnt.

5. Urlaub

Planen Sie Ihren Urlaub wenn möglich in dem Zeitraum, in dem die Pollenbelastung zu Hause am höchsten ist. Erfahrungsgemäß ist die Belastung an der Küste und in den Bergen nicht so hoch wie in anderen Regionen. Außerdem sollten Sie sich informieren, wie die aktuelle Lage in der Urlaubsregion ist: In nordischen Ländern fliegen die Pollen beispielsweise später als im Süden.

Ärztliche Behandlung

Eine Allergie sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Gehen Sie bei Verdacht zu einem Arzt und lassen Sie zunächst abklären, um welche Allergie es sich handelt und wie stark sie ausgeprägt ist. In der Apotheke erhalten Sie verschiedene rezeptfreie Medikamente wie Nasenspray und Augentropfen, die die Symptome lindern können. Heutzutage lassen sich einige Allergien mit einer Hyposensibilisierung behandeln: Informieren Sie sich darüber bei Ihrem Arzt.

Photo by Jamie Street on Unsplash

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