Future Food – Makrotrends auf dem Lebensmittelmarkt

anonaVon anona 2 Monaten Keine Kommentare
Foodtrends

Wie werden wir uns in Zukunft ernähren? Gerade für Lebensmittelhersteller ist diese Frage von enormer Wichtigkeit, bestimmt die Antwort doch die Entwicklung von Produkten heute und die Marketing-Strategien von morgen. Einige Trends am Lebensmittelmarkt lassen sich bereits jetzt ablesen und werden uns sicherlich noch eine Weile erhalten bleiben.

Ernährung als Lifestyle

Insgesamt wird Ernährung immer wichtiger: Es geht schon lange nicht mehr darum, genügend Kalorien aufzunehmen, um Arbeit und Freizeit effizient zu gestalten. Ernährung ist zum wichtigen Teil des Lifestyles geworden, sie bietet Möglichkeiten zur Selbsterfahrung, Selbstverwirklichung und Selbstinszenierung. Stichworte wie nachhaltiger Lebensstil, soziale Verantwortung, wertebasierter Konsum und natürlich Gesundheit und Fitness sind hier Trendmarker, die die Märkte der Zukunft bestimmen werden. Gleichzeitig bilden einstige Antagonisten wie etwa gesunde Ernährung und Fast Food heute keine Gegensätze mehr, sondern werden in hybriden Modellen miteinander verschmolzen und fruchtbar gemacht.

Wertebasierter Konsum: ökologisch und sozial

Zuallerst ist zu beobachten, dass sich das Konsumverhalten insgesamt auf ökologische und soziale Werte zu besinnen scheint: Vor dem Hintergrund des Klimawandels, wachsender Umweltzerstörungen und der Ausbeutung von Arbeitskräften sowohl in Industrie- als auch in Schwellen- und Entwicklungsländern hat sich ein Verbraucherverhalten herausgebildet, das sich bewusst mit der Herkunft, den Anbau- und Produktionsbedingungen von Lebensmitteln auseinandersetzt. Immer wichtiger werden hierbei wiedererkennbare Siegel, die die Verbraucher auf den ersten Blick erkennen lassen, dass ein Produkt mit ihrem Wertesystem übereinstimmt. Die bekanntesten Siegel sind wohl Fair-Trade- und Bio-Siegel. Aber auch andere Zertifikate wie etwa das UTZ Siegel, das für Agrarprodukte, die nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Standards hergestellt werden, und das Siegel „Good Manufacturing Practice“, das neben Produktsicherheit auch die regelmäßige Weiterbildung der Angestellten garantiert, bieten den Verbrauchern Orientierung im immer ausdifferenzierteren Lebensmittelangebot. Welche Grundsätze für Produkte aus dem Hause anona gelten und mit welchen Lebensmittelsiegeln unsere Produkte zertifiziert sind, können Sie hier nachlesen.

Vegan und vegetarisch – aber nachvollziehbar!

Eine Ausprägung dieses wertebasierten Konsums ist etwa der Vormarsch von veganer bzw. vegetarischer Ernährung: Sowohl aus Tier- und Umweltschutz als auch aus gesundheitlichen Gründen und vor dem Hintergrund von Lebensmittelskandalen entscheiden sich immer mehr Menschen für eine fleischarme, fleischfreie oder sogar tierfreie Ernährung. Neueste Studien weisen darauf hin, dass der Fleischkonsum in Europa – anders als in allen vergangenen Jahren – nicht mehr weiter wächst, in den USA sogar rückläufig ist. Dafür boomt der Markt der Ersatzprodukte für Fleisch und andere tierische Lebensmittel wie Milch- oder Eiprodukte. Doch auch hier gilt: Herkunft, Zusammensetzung und Produktionsbedingungen müssen transparent und nachvollziehbar sein, damit Kunden solche Produkte in ihren Lebensstil integrieren möchten. Der in den vergangenen Jahren immer stärker gewachsene Markt der sogenannten „Free-From“-Produkte zielt dabei nicht nur auf vegetarisch und vegan lebende Konsumenten, sondern auch auf die Gruppe der gesundheitsbewussten Verbraucher, die entweder wegen tatsächlich bestehender Unverträglichkeiten oder aus anderen ernährungsphysiologischen Gründen bewusst auf bestimmte Stoffe wie Laktose oder Gluten verzichten wollen oder müssen. Die rasanten Entwicklungen der Lebensmittelchemie und –technik sorgen dafür, dass immer mehr Produkte so hergestellt werden können, dass sie bei gleicher Qualität wie ein unverarbeitetes Produkt ohne solche Allergene oder Unverträglichkeiten auslösende Stoffe auskommen.

Demografischer Wandel: Ein unterschätzter Faktor?

Ein anderer gesellschaftlicher Trend beginnt erst sehr zögerlich Fuß auf dem Lebensmittelmarkt zu fassen: Der demografische Wandel führt dazu, dass die Gruppe der älteren Verbraucher immer stärker in den Fokus der Produktentwicklung und des Marketings rückt. Parallel zum Markt der Kinderlebensmittel könnte sich hier ein neues Segment herausbilden, das gezielt diese Nutzergruppe anspricht und Ernährung strategisch mit den Themen Fitness, Attraktivität, Gesundheit und Genuss im Alter verbindet.

Genuss: bequem und nachhaltig

Bei aller Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Verantwortung bleiben die Themen Genuss, Bequemlichkeit und Integration der Ernährung in den Alltag auch weiterhin aktuell – nur werden sie nun mit den Aspekten der wertebasierten Ernährung verknüpft. Ausprägungen hiervon sind etwa die boomenden veganen und vegetarischen Fast-Food-Restaurants in den Großstädten, die nicht selten nicht nur auf Fleisch verzichten, sondern alle Lebensmittel auch in Bio-Qualität anbieten.

Kommunikationsstrategie Transparenz

Für die Kommunikation von Produkten auf dem Markt ist es wichtig zu erkennen, dass die Kunden klare Aussagen dazu benötigen, welchen Baustein ihres Lebensstils das jeweilige Produkt ergänzt: Es gilt, durch gezielte Beratung, Positionierung, Verpackung und Information positive Emotionen zu wecken, die die Verbraucher letztlich zum Kauf eines Produkts bewegen. Immer wichtiger wird hierbei, dass sich Hersteller nicht hinter aufgeblasenen Werbebotschaften verstecken, sondern nachvollziehbar und transparent offenlegen, wie ein Produkt hergestellt wird und für wen es welchen Nutzen bereithält. Denn gerade in Zeiten des Internets sind die Konsumenten in der Lage, sich selbst über Produkte zu informieren und sich mit anderen über sie auszutauschen – leere Versprechungen wirken in einem solchen Marktumfeld eher kontraproduktiv.

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  Trends
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