Sommer, Sonne, Eis: Der Eiskonsum der Deutschen

anonaVon anona 2 Jahren Keine Kommentare

Sonne und gutes Wetter kurbeln den Eiskonsum jedes Jahr aufs Neue an. Lassen die Temperaturen zu wünschen übrig, fällt der Griff zur eiskalten Erfrischung seltener aus. Aber was sagt die Statistik über die Eisvorlieben der Deutschen?

Sommer, Sonne, Eis – für Viele spiegelt diese Kombination das typische Lebensgefühl der warmen Jahreszeit wider. Besonders bei warmen Temperaturen kommt die Lust auf ein kühles Eis auf – ob unterwegs, in der Eisdiele nebenan oder Zuhause auf dem Sofa.

Der Speiseeismarkt in Deutschland

Stieleis, Riegel, Kugeleis, im Becher oder in der Waffel – im letzten Jahr schleckten die Deutschen 617 Millionen Liter Eis. Von den drei Bereichen des Speiseeismarktes in Deutschland hält das industriell hergestellte Markeneis mit 504 Millionen Liter (81,6 Prozent) den größten Marktanteil. In weitgehend geschlossenen Prozessen wird dieses Eis aus einer homogenisierten und pasteurisierten Masse hergestellt. Den zweiten Bereich umfasst das gewerblich hergestellte Eis mit 98 Millionen Liter (15,9 Prozent). Eisdielen und einzelne Gastronomiebetriebe bereiten dieses traditionell zu. Der dritte Bereich bezieht sich auf das Softeis, das überwiegend über Fast Food-Ketten und Automaten vertrieben wird. Der Umsatz lag 2014 bei 15 Millionen Liter (2,5 Prozent).

Eis ist beliebt – Zahlen aber sinkend

Die Zahlen zeigen es deutlich: Die Deutschen greifen gerne zum industriellen Markeneis. Im vergangenen Jahr konsumierte jeder Deutsche davon im Schnitt 6,2 Liter. Eis aus der Eisdiele oder Softeis kamen nur zu 1,4 Litern in die (Eis-) Tüte. Unter dem Markeneis sind die Haushaltspackungen in verschiedenen Größen besonders beliebt: 224 Liter gingen 2014 über die Ladentheke. Dicht dahinter kommen Multipackungen, die mehrere Eisartikel einer oder verschiedener Sorten in einer Schachtel vereinen. Davon wurden 211,9 Liter verkauft. Vom Impulseis in Form von Stiel-, Tüten-, Sandwicheis, Riegeln, Konfekt oder kleinen Bechern kauften die Konsumenten 36,4 Liter. Das Großverbrauchersortiment bestehend aus vorportionierten Eisdesserts, Eisbomben, Eisplatten und Eisbuffets bildet mit 31,9 Litern das Schlusslicht.

Auch wenn es in Zahlen ausgedrückt viel erscheint, isst jeder Deutsche immer weniger Eis: Noch vor zehn Jahren lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 8,1 Litern, heute sind es 7,6 Liter. Die Gründe scheinen vielfältig: Schlechtes, regnerisches Wetter oder neue Alternativen wie Frozen Yoghurt können vom klassischen Eiskonsum abhalten.

Kreative Eisideen

Um die Lust auf ein erfrischendes Eis zu wecken, warten viele Hersteller und Eisdielen mit neuen, originellen Sorten auf. Eis mit Spekulatiusstückchen, Brownies oder gesalzenem Karamell, mit kandierten Macadamia-Nüssen, Latte-Macchiato oder Toffee-Creme, mit Rosmarin, Chili oder Basilikum – den kreativen Ideen sind kaum Grenzen gesetzt. Die neuen Eisvarianten setzen auf die Kombination altbewährter Zutaten mit neuen, experimentellen Geschmacksrichtungen. Ob sie Anklang finden im deutschen Gaumen, wird sich in den Statistiken der nächsten Jahre zeigen.

Quelle der Statistiken: Markeneis Statistiken

Bild: eismannhans (Lizenz: CC0 Public Domain)

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